Haben Sie sich heute schon beschenkt? – nehmen Sie sich Zeit!

Na, das ist ja ein Thema! Sich mit der Zeit auseinandersetzen und darüber zu schreiben. Habe ich dafür überhaupt einen Freiraum, um das „Wort“ nicht zu wiederholen? Und mein erster Gedanke fiel auf den Namen dieses Onlinemagazins „Die GoldeneZeit-schrift“. Na prima, da sind wir doch an der richtigen Stelle – oder nicht? Zeit ist so kostbar, dass man sie im wahrsten Sinne des Wortes vergolden sollte. Wären wir dann Millionäre oder ansonsten bettelarm? Früher sprachen wir von der guten alten Zeit. Ist diese nun nicht mehr vorhanden oder uns sogar verloren gegangen?

Also machen wir doch – ganz schnell? – dem täglichen Wahnsinn eine Ende und finden neue Wege im Umgang mit der Zeit. Wenn das so einfach wäre. Da kommt doch die Vergangenheit und Zukunft ins Spiel. Und schon sitzen wir wieder in unserem Hamsterrad und die Gedanken drehen sich. Eigentlich sollten wir doch im Jetzt leben und wissen, dass in diesem Moment alles gut ist. Das Leben im Jetzt ist so schwierig, weil die Dimension von Zeit dort nicht existiert und wir wahllos suchen. Die bekannten Orientierungspunkte von Vergangenheit und Zukunft sind im Jetzt nicht vorhanden. Und dennoch brauchen wir diese Informationen. Die Vergangenheit hat uns scheinbar geprägt. Das spricht unser Verstand. Der Körper fühlt und verarbeitet nur; er kennt diese Unterscheidung nicht.

Betrachten wir die Vergangenheit und Zukunft aus der geistigen Sichtweise. Wir wechseln die Perspektive hin zu Erfahrungen und Erlebnisse, welche zur Erfüllung unserer Lernaufgaben beitragen. Die Vergangenheit als Bewertungsmaßstab für gut und schlecht wird durch das Alte und das Neue ersetzt. Die Zeitgröße löst sich auf. Es hat keinen Einfluss mehr und wir leben genau in diesem Moment – im Jetzt. Die Dinge von Zeit und Sinn enden in der geistigen Erkenntnisfähigkeit, indem sich das Gute entfaltet. Der Sinn und Zweck unseres Lebens sowie unsere eigene Identität bleiben immer bestehen. Das Zitat von Franz Kafka gibt uns eine Anleitung für das Leben:

„Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keins da.“
Nutzen Sie die Möglichkeit, im Außen neue Impulse zu tanken und die Chance, sich nach innen zu wenden. In Bewegung, aktiv sein, schafft eine neue Sichtweise. Es gehört zu unserer Freiheit dazu, sich Zeit zu nehmen, auszuprobieren, sich zu verlaufen und wieder auf dem Weg des Herzens zurück zu kommen. Besinnung schafft innere Ordnung. Nehmen Sie sich in dem täglichen Alltag immer wieder drei Minuten, um gedanklich aufzuräumen und Platz zu schaffen für den Sinn des Lebens, allem Guten. Hier kommt eine kleine Anleitung:
– Setzen Sie sich hin, schließen Sie die Augen und spüren Sie.
– Einfach nur sein – geschehen lassen und nehmen Sie bewusst drei tiefe Atemzüge, der Atem kommt und geht.
– Rufen Sie sich schöne Erlebnisse vor ihrem geistigen Auge. Das sind unscheinbare Dinge wie ein freundliches Lächeln eines Menschen, eine Blume, der Sonnenaufgang, ein Schmetterling, die warmen Farben des Herbstlaubs, das kuschelige Kerzenlicht. Es gibt so unendlich viel Schönes, Kostbares und es ist sogar gratis.
– Seinen Sie dankbar für genau diesen Moment:-) Umarmen Sie sich in Gedanken.
– Beenden Sie mit drei tiefen Atemzügen und öffnen wieder die Augen. Sie sind wieder angekommen im Hier und Jetzt.
Die bevorstehenden Monate laden uns zur Besinnlichkeit ein. Wir werden dann reichlich beschenkt mit kostbarer Zeit – lieben Sie sich selbst.
Öffnen Sie sich gedanklich für viele kleine und große Geschenke. Sie stehen bereits vor Ihrer Tür und warten darauf, Einlass zu bekommen.
Ich wünsche Ihnen viel Freude und alles Liebe auf Ihrem Weg des Herzens,
Elke De Macq

P.S.: Dieser Artikel ist für das Online-Magazin „DieGoldeneZeit-schrift“ Wien geschrieben und ist in der Ausgabe 09/2014  veröffentlicht.

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